IGV-Venekotensee

Protokoll zum Bürgerdialog vom 07.04.2016

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 24-04-2016
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Protokoll
über den Bürgerdialog mit Herrn Bürgermeister Wassong
im Rahmen des Stammtisches der Interessengemeinschaft Venekotensee e.V. am
7. April 2016 im Restaurant des Hotel Venekotensee in Venekoten von 19.00 Uhr – 20.45 Uhr.
 
 
An dieser Veranstaltung nahmen 52 Personen teil.
 
 
Eröffnung und Begrüßung
Der neue Vorsitzende der IGV, Herr Blaschke, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden.
Er erläuterte das Zustandekommen dieser erweiterten Stammtischrunde mit dem Bürgermeister und dankte
allen Anwesenden für das Interesse und das zahlreiche Erscheinen. Er begrüsste den neuen Bürgermeister in der
Runde und übergab ihm das Wort
Bürgermeister Wassong stellte sich kurz vor und erläuterte seine Ideen zum Dialog mit den Bürgern. Er erzählte
aus seiner Jugendzeit, in der er Venekoten bereits kennengelernt hat und blickte auf die fast 50- jährige
Geschichte des Ortsteils zurück. Er hofft, bei der 50- Jahr- Feier 2017 dabei sein zu können.
 
Dann eröffnete Herr Blaschke die Fragerunde.

 

Zukunft des Restaurants Kachelofen
 
Herr Wassong äusserte, dass ihm dazu keine neuen Erkenntnisse vorliegen.
 
Sanierung des Spielplatzes
 
Er ging dann auf eine andere ihm zugetragene Frage ein, nämlich die nach einer Ausstattung mit neuen Geräten.
Wegen der guten Frequentierung durch Anwohner- und Gästekinder hält der Bürgermeister den Erhalt des Spiel-
platzes für förderungswürdig.
 
 
Durch die gesetzlichen Sicherheitsauflagen bzgl. Spielplatzgestaltung seien aber die Kosten enorm gestiegen.
Die Gemeinde kann daher nur jeweils einen Spielplatz pro Jahr finanziell unterstützen. Er ist aber zuversichtlich, dass im Hinblick auf die 50- Jahr- Feier die Verwaltung einige Geräte finanziell übernimmt, vielleicht sogar noch in diesem Haushaltsjahr.
 
Fragen zu den gerade stattfindenden Baumfällarbeiten
 
Der Bürgermeister räumte ein, dass die Fällarbeiten in diesem Jahr „etwas heftig“ ausgefallen seien.
Alle in diesem Jahr zu fällenden Bäume seien gefällt (bis auf einige noch stehenden Stämme), man werde im Sommer mit der Aufforstung beginnen.
Frau Emans fragte nach den Aufräumarbeiten. Herr Wassong sagte zu, dass die nun beginnen. Frau Schad bezweifelt das; noch immer würden Stämme und Gestrüpp vom Vorjahr herumliegen. Frau Sander bemängelte, dass im Vorjahr alle Birken entlang des Uferbereichs am Kapellenbruch gefällt wurden.
Frau Boekels ist der Meinung, dass in den letzten 20 Jahren der Waldcharakter in Venekoten stark gelitten hat.
Einfache Pflanzen wie Kirschlorbeer und Brombeeren würden dagegen stehen bleiben.
 
Der Bürgermeister gestand, dass er hier noch im Augenblick überfragt ist. Er wies darauf hin, dass er über nur
einen Gemeindeförster verfügt, der für Naturschutz und Forst zuständig ist. Es wird einen Ausgleich zwischen Abholzung und Aufforstung geben.
Zu diesem Thema bot er eine Zusammenarbeit mit IGV und den Bürgern an.
 
Herr Dohmann erklärte aus seiner früheren Mitgliedschaft im Ausschuss für Forstwirtschaft, dass die
Gemeindeverwaltung eine Baumsatzung nicht befürwortet hat.
Herr Wassong wiederholte seine Bereitschaft zum Dialog, auch im Zusammenhang der Hinarbeit auf 50 Jahre Venekoten. Herr Blaschke brachte ein Beispiel für eine gute Zusammenarbeit mit Gemeinde und IGV im
abgeholzten Waldstück neben Haus Omega vor. Damals gab die IGV einen finanziellen Zuschuss für die
von der Gemeinde gepflanzten Esskastanien.
Der Bürgermeister warb um die Fähigkeiten des Bauhofes, der um einen Landschaftsgärtner aufgestockt wurde. Als gutes Beispiel nannte er die Übernahme der Neugestaltung des Niederkrüchtener Lindbruchs.
 
Frau Sontag äusserte, sie sei traurig über den Zustand nach den Baumfällungen im Bereich der Kurve am Kapellenbruch. Frau Schad merkte an, dass sie die Probleme mit Brombeersträuchern störender finde als Probleme mit Bäumen. Sträucher werden nicht geschnitten. Frau Eberstein hat festgestellt, dass nach den Baumfällungen durch gute Sicht mehr durch die Toreinfahrt gerast wird.
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Frau Boekels richtete die Frage an den Bürgermeister, wie er sich eine Zusammenarbeit mit den Bürgern bezüglich Baumfällungen vorstelle. Der Bürgermeister kann sich die Bildung einer Art Arbeitsgruppe vorstellen, deren Ergebnis in einer „Ortsteil-Gemeinschafts-Konferenz“ als Vorbereitung für ein zukunftsorientiertes Ortsbild dienen kann.
 
Herr Müller findet es schade, dass der Waldcharakter im Ort verloren geht, z.B. durch von der Gemeinde verkauften Zwischengrundstücken, die von den neuen Besitzern radikal gerodet werden. Er appeliert an die Anwohner, nicht alle alten Bäume zu fällen.
Herr Ihl bemerkte dazu, dass der Charakter dieses Ortes erst durch Anpflanzung der Bäume entstanden ist.
Die Städter, die hierhin ziehen, kämpfen gegen die Natur und fällen willkürlich alles.
 
Frau Emans wies auf stattfindende Müllsammlungen der IGV hin und regte an, auch einen Holzsammeltag
im Ortsteil einzurichten. Markierte Hölzer, die nach Baumfällarbeiten nicht mehr verkauft oder abgeholt
werden, könnten so durch die Anwohner schnell beseitigt werden.
 
 
 
Herr Harmssen wollte wissen, wann die Reste der Abholzaktion abgeholt werden. Dazu erklärte der Vorsitzende, dass er mit Gemeindeförster Kaufhold über dieses Thema gesprochen hat. Krankheitsbedingt verzögert sich der Abtransport, die Räumung erfolgt aber zeitnah. Dagegen kann sich die Aufarbeitung und Bepflanzung der
Bankette bis zum Sommer hinziehen.
Herr Blaschke gab noch den Hinweis, dass Information und Kommunikation auch zu diesen Themen über
IGV10@t-online erfolgen kann. Über 60 Mitglieder haben dazu ihre E-Mail- Adressen angegeben.
 
Herr Dohmann stellte die Frage, wann der Blumenkübel an seinem Stichweg entfernt wird, damit er wieder sein Auto auf seinen Stellplatz stellen kann. Es folgte ein heftiges Wortgefecht. Der Bürgermeister erklärte, dass
zu dem Thema bereits vor einiger Zeit ein endgültiger Bescheid der Gemeinde erlassen wurde.
Frau Gorgs rief energisch auf, die Diskussion um ein privates Problem abzubrechen. Die Anwesenden applaudierten. Der Vorsitzende beendete dieses Thema und bat um weitere Themenvorschläge.
 
 
Parksituation in Venekoten
 
Herr Trienekens, der am Wendehammer des Venekotenwegs wohnt, klagte über wildes Parken – speziell
in den Sommermonaten – in der Feuerwehrzone. Er befürchtet, dass bei ausbrechenden Bränden die Feuerwehr nicht rechtzeitig helfen kann. Herr Ritterbach, der auch dort wohnt, bestätigt das. Insbesondere Jugendliche parken dort und zahlen lieber 15,- € für ein Knöllchen, das dann durch mehrere Personen geteilt
wird und somit immer noch eine preisgünstige Parkgebühr für 1 Tag ist.
Der Vorsitzende fordert mehr Kontrollen durch die Gemeinde, auch nachts, wenn Grillpartys am See stattfinden.
 
Der Bürgermeister wurde gebeten, die auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr angesprochene
geplante Übung in Venekoten durchführen zu lassen, besonders auch im Hinblick darauf, dass es für den Ort keinen Notfallplan gibt (nur eine Zu- und Ausfahrt).
 
Herr Klopsch wohnt im Haus Omega und beklagt, dass er keinen Parkplatz findet. Angler blockieren mit
ihren Fahrzeugen oft ein ganzes Wochenende – z.B. Ostern – Parkplätze an den Hochhäusern.
Frau Eberstein bemerkt dazu, dass viele Jugendliche ihre Fahrzeuge an den Hochhäusern abstellen, um im benachbarten Diergard´schen See baden zu gehen. Sie schlägt vor, im Sommer die Zufahrt nach Venekoten einzuschränken (früher war es einmal so). Ausserdem bittet sie um Prüfung, ob man eine „temporäre Anwohnerzone“ einrichten kann.
Frau Schad weist auf die 30 km – Zone hin. Sie würde weitere Schwellen im Ort begrüssen. Frau Schweitzer
wohnt am Spielplatz und berichtet, dass sie dank der dort angebrachten Schwellen durch die langsam fahrenden
Fahrzeuge gut rückwärts aus ihrem Garagenplatz ausparken kann.
Frau Emans merkt an, dass auch viele Anwohner durch den Ort rasen. Sie beobachtet auch Anwohner, die
wild an Strassenrändern und auf Banketten parken. Der Vorsitzende bestätigt diese Meinung.
 
Der Bürgermeister kann sich vorstellen, dass man hier gemeinsam das Bewusstsein stärken kann. Im
Hinblick auf eine eingeschränkte Zufahrt sieht er eine Interessenkollision. Während es früher einen Schlagbaum
am Tor gab, weil das Feriendorf Venekotensee in Privatbesitz war, aber nach der Übernahme als Ortsteil der Gemeinde Niederkrüchten ist Venekoten ein öffentlicher Raum. Konstruktiv könne man überlegen, ob hier
ein Shuttle- Service vom grossen Parkplatz vor dem Tor zum See eingerichtet werden kann.
 
Herr Ritterbach schlägt vor, durch Ausgabe eines „Anwohnerausweises“ den Anwohnern das Parken im Sommer zu ermöglichen, zumindest im bestehenden Halteverbot zwischen den öffentlichen Parkbuchten.
In den Wintermonaten ist es ja schon erlaubt, im Sommer nicht. Gerade da aber haben Anwohner Parkprobleme.
Bürgermeister Wassong wird eine Parkgenehmigung in Plakettenform prüfen lassen.
 
 
 
 
Frau Schad beklagt sich über den Zustand der Zufahrt zum Garagenhof an der Kurve Kapellenbruch. Sie hat vorab in einem Schreiben an den Bürgermeister um Klärung der Besitzverhältnisse von angrenzenden Grund-
stücken gebeten. Nach Prüfung hat der Bürgermeister erklärt, dass es sich hier um Grundstücke handelt, die
sich in Privatbesitz befinden. Die dort befindlichen Parkplätze wurden mit Duldung der Verwaltung durch die
IGV errichtet und gelten somit als nicht öffentlich. Daher ist die Gemeinde auch nicht für die Zuwegung zuständig.
 
Herr Thevissen bemängelt, dass der Winterdienst nur bis zum Buswendeplatz am Eingang von Venekoten durchgeführt wird. Da es keine Gehwege gibt, müssen sich Fussgänger (auch Gehbehinderte) über vereiste
Fahrspuren tasten. In Venekoten gibt es keinen Streu- oder Räumdienst.
 
Der Vorsitzende der IGV, Joachim Blaschke, richtete zum Schluss den Dank an den Bürgermeister und wünscht auch weiterhin eine Fortsetzung solcher Gespräche. Dank auch an die Einwohner, die so zahlreich erschienen sind.
 
Auch Bürgermeister Wassong bedankte sich für den regen Dialog. Er freut sich auf die 50- Jahr- Feierlichkeiten
im kommenden Jahr. Die Anwohner bedankten sich mit Applaus.
 
Der Abend wurde beendet mit der „Vene- Hymne“, die Karl-Heinz Ihl vorgestellt hat.
 
 
 
Protokollführer: Dietrich Schaefer
 
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