IGV-Venekotensee

Sturm Friederike und die Folgen: Projekt „Neubepfanzung Venekoten“

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 25-04-2018
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Liebe Nachbarn und Mitbewohner von Venekoten,

wir sind in den letzten Jahren und bei den letzten Stürmen mehr oder wenige unbeschadet davon gekommen. Aber Sturm "Friederike" hat Venekoten diesmal deutlich getroffen. Auch Häuser sind von Bäumen beschädigt worden, mindestens eines besonders schwer.

Wer sich einmal im angrenzenden Wald umgesehen hat (vor allem entlang des Reitweges, der von Venekoten aus in den Wald führt), der wird feststellen, dass wir in Venekoten selbst – im Vergleich zu den Verwüstungen im Wald – auch dieses Mal noch glimpflich davon gekommen sind.

Hätten die Windböen und Fallwinde Venekoten voll getroffen, dann wäre das Ausmaß der Schäden um ein vielfaches größer gewesen.

Aufgrund der fortschreitenden Klimaveränderungen können wir davon ausgehen, dass derartige Wetterphänomene zunehmen werden, sowohl in ihrer Anzahl als auch in Ihrer Stärke.

Ich habe mich mit den Verantwortlichen der Gemeinde bei den Aufräumarbeiten nach Sturm unterhalten können, und wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass weitere Bäume – hauptsächlich Kiefern – von der Gemeinde gefällt werden. Vor allem „nicht in größeren Gruppen“-stehende Exemplare sind hier gemeint.

Der Gemeinde ist es zu gefährlich und zu risikoreich, die Bäume weiter stehen zu lassen.

Meiner persönlichen Einschätzung nach werden in den nächsten 10 Jahren so gut wie alle Kiefern, die nicht in größeren Gruppen zusammenstehen, gefällt werden.

Man kann das nun gut oder schlecht finden, aber Tatsache ist:

  • Kiefern und Tannen (Ausnahme ist die Weißtanne) gehören nicht in diese Landschaft!

  • Kiefern und Tannen sind im Winter nicht in der Lage ihre Nadel abzuwerfen, somit erwischen die Stürme die Kronen mit voller Wucht. Die hiesigen Urwälder waren Buchenwälder. Alle Nadelbäume (bis auf die Weißtanne) können sich hier weder an die Böden, noch am Klima und den Witterungen anpassen.

Was das für das Landschaftsbild von Venekoten bedeutet kann man gut am Kuppenberg in der Verlängerung des Reitweges in Richtung Wald erkennen. Hier wurden „auf der Kuppe“ bereits alle Bäume gefällt.

Und nun komme ich zum eigentlich Grund dieses Aushanges:

Ich bin mit anderen Nachbarn der Meinung, dass wir es als Bewohner von Venekoten nicht der Gemeinde überlassen sollten zu entscheiden, wie mit diesen aktuellen und zukünftigen "baumlosen" Flächen hinsichtlich einer neuen Bepflanzung umgegangen wird. Wir sollten als Bürger von Venekoten selbst entscheiden (oder doch zumindest mitentscheiden), wie sich das Landschaftsbild von Venekoten in der nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln soll.

Genau das ist es, was unser Bürgermeister Wassong uns ja bereits gefragt hat: „Wohin soll sich der Ortsteil entwickeln“?

Wir haben uns mit ein paar Anwohnern in einer kleinen Runde, unter Beteiligung der IGV, bereits zusammengesetzt und überlegt, welche Bepflanzung nach Venekoten passt und sinnvoll wäre. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass

  • robuste, heimische und pflegeleichte Gehölze, welche an Standort und Witterungsbedingungen angepasst sind

  • Blühsträucher, welche Insekten Nahrung bieten

  • (Wild-)Obstgehölze

  • eine nachhaltige Bepflanzung, welche vor allem die Biodiversität erhöht

eine sinnvolle Bepflanzung sein k ö n n t e. Die Sträucher, oder Bäume, werden natürlich deutlich niedriger wachsen als die Kiefern, dafür würden die Blüten für eine schöne „Kulisse“ sorgen und Nahrung für viele Insekten geben.

Beispiele wären: Schlehe, Winterschneeball, Konelkirsche, Winterblüte, Sternmagnolie, Felsenbirne, Zaubernuss, Weißdorn, Holunder, (wilde) Mispel und Quitte, weitere wilde Obstgehölze, Magnolien, Hartriegel (wenn auch kein heimisches Gehölz), …

Ein solches Vorhaben – nennen wir es Projekt Neubepflanzung Venekoten – kann natürlich nicht von uns Anwohnern alleine „gestemmt“ werden. Eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist zwingend notwendig . Auch die Finanzierung muss überlegt werden. Im Rahmen eines (mehrjährigen) Projektes lassen sich ggf. Fördergelder organisieren.

Ein Projekt Neubepflanzung Venekoten kann jedoch nur dann funktionieren, wenn die Gemeinde ein (nachhaltiges) Interesse von uns Venekotener Bürgern erkennt, sich in ein solches Projekt einzubringen und mitzuwirken.

Was bedeutet hier nun „einbringen“ und „mitwirken“? Ganz ehrlich, ich habe bisher nicht die geringste Ahnung! Es ist ein bisschen wie mit der Henne und dem Ei: Wir als Anwohner müssen zuerst sagen „Wir möchten etwas tun“, und dann erst wird sich in den Gesprächen mit der Gemeinde (oder ggf. auch mit dem NABU, je nachdem wie sich das Projekt entwickelt) ergeben, was denn überhaupt von uns als Anwohnern getan werden muss und kann. Ohne dieses, bei der Gemeinde vorgestellte Interesse, wird es jedoch erst gar kein Projekt geben, dann wir die Gemeinde entscheiden, was gepflanzt wird.

Ich würde momentan schätzen, dass sich mind. 20 – 30 interessierte Personen melden müssen, damit wir bei der Gemeinde Gehör finden werden.

Wer also Interesse hat, beim Projekt Neubepflanzung Venekoten mitzuwirken, den möchte ich bitten, sich bei mir (Telefon, SMS, Mail, WhatsApp), oder bei der IGV zu melden.

Daniel Budzyn, Venekotenweg 92e

Rufnummer: 0171 568 1 789

Mail: dbudzyn@posteo.de oder obstbaeumefuervenekoten@posteo.de

Ich bedanke mich Vorab für Ihr / Euer Interesse und hoffe auf viele „Meldungen“.


Danke und viele Grüße,

Daniel Budzyn und der bisher kleine Kreis der Projektinitiatoren

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